„Ich kaufe euch eure Tötungsstationen ab“ – Kölner Unternehmer richtet eine offizielle Anfrage an 50 rumänische Gemeinden
Antonio Vella, Gründer von Vetprotect24, startet das größte privat finanzierte Tierschutzprojekt, das Deutschland je in Rumänien initiiert hat. Sein Angebot an die Bürgermeister: Verkauft uns eure Anlagen – wir bauen Centres daraus, die Hunde retten statt töten.

Köln, 19. Mai 2026. Es ist ein Brief, der in den nächsten Wochen auf 50 Schreibtischen in Rumänien landen wird. Adressiert an Bürgermeister und Kreisverwaltungen. Verfasst nicht von einer NGO. Nicht von Brüssel. Sondern von einem deutschen Unternehmer.
Antonio Vella, CEO der Kölner Vetprotect24-Gruppe, will erreichen, was seit dem Tötungsgesetz von 2013 niemand geschafft hat: Das System der rumänischen Tötungsstationen nicht zu bekämpfen, sondern aufzukaufen.
„Demonstrationen helfen den Hunden nicht. Petitionen helfen den Hunden nicht. EU-Resolutionen helfen den Hunden nicht. Was hilft: Eigentumsverhältnisse. Wer die Stationen besitzt, entscheidet, was darin passiert.“
Antonio Vella, CEO Vetprotect24
Eine zynische Rechnung, die plötzlich funktioniert
Die Mathematik des Projekts ist auf den ersten Blick brutal – und gerade deshalb glaubwürdig.
Eine rumänische Kommune bekommt pro eingefangenem Hund zwischen 200 und 400 Euro – ihren Anteil aus einem System, in dem laut Recherchen des Deutschen Tierschutzbundes seit 2001 über eine Milliarde Euro öffentlicher Gelder geflossen sind. Tendenz: Population wächst trotzdem.
Eine Kastration kostet hingegen 50 Euro. Einmalig. Mit dauerhafter Wirkung.
„Wir bieten den Kommunen einen Deal an, den sie nicht ablehnen können. Wir übernehmen die Anlagen. Wir tragen die Betriebskosten. Wir entlasten den Stadthaushalt. Die Kommune verliert nichts – außer einem Problem, das sie seit zehn Jahren nicht loswird.“
Der Brief: konkret, juristisch, verbindlich
Das Anschreiben, das aktuell in Köln vorbereitet wird, soll keine Spendenanfrage sein. Sondern ein formelles Übernahmeangebot mit:
- Konkretem Kaufpreis pro Anlage je nach Größe und Zustand
- Vollständiger Übernahme des Personals zu fairen Konditionen
- 10-Jahres-Garantie für den Weiterbetrieb als Rescue Centre
- Vertraglich zugesicherten Kastrationsquoten pro Region
- Regelmäßiger Berichtspflicht an die zuständigen Veterinärbehörden
„Ein deutscher CEO, der mit einem unterschriftsreifen Vertrag durch die rumänische Provinz fährt – das hat es so noch nicht gegeben. Genau deshalb glaube ich, dass es funktionieren wird.“
Warum jetzt – und warum Vella
Das Timing ist kein Zufall. Im Februar 2026 wurde die Tötungsstation Vetmedan in Suraia nach Recherchen des Influencers Nathan Goldblat geschlossen. Im März demonstrierten 5.000 Menschen in Bukarest. Die ProSieben-Doku „Die Hundemafia“ erreichte über 70 Millionen Aufrufe. Die rumänische Politik steht erstmals seit 13 Jahren unter echtem Druck.
„Genau in diesem Moment muss jemand mit einem Plan auftauchen, der nicht protestiert, sondern kauft. Sonst verpufft die Aufmerksamkeit wie 2013 schon einmal.“
Dass es ausgerechnet Vella ist, hat einen Grund: Seine Vetprotect24-Gruppe versichert über 70.000 Tiere in Deutschland, beschäftigt 60 Mitarbeitende und gewann 2025 Stiftung Warentest. Tiergesundheit ist sein Geschäftsmodell – nicht sein Hobby.
„Wenn ein Hund in Köln eine 5.000-Euro-Operation überlebt, weil unsere Karte funktioniert, und ein Hund in Suceava stirbt, weil ein Bürgermeister 200 Euro bekommt – dann ist das kein Widerspruch, den ich aushalte. Das ist Auftrag.“
Die Centres: kein Tierheim, ein Knotenpunkt
Vellas Konzept unterscheidet sich bewusst von klassischen Tierheimen. Jedes der 50 Rescue & Rehoming Centres soll vier Funktionen unter einem Dach vereinen:
„Ein Centre, in das Kinder kommen, in dem Schulklassen Workshops haben, in dem Familien ihren Adoptionshund kennenlernen – das verändert über zehn Jahre eine ganze Generation.“
Begleitet wird das Projekt durch eine wissenschaftliche Evaluation in Kooperation mit Veterinär-Fakultäten. Ziel: Belegen, dass das Modell skalierbar ist – auch über Rumänien hinaus.
Was Vella nicht macht
Mindestens so wichtig wie das, was geplant ist, ist das, was bewusst ausgeschlossen wird:
- ✕Vermittlung primär innerhalb Rumäniens. Transporte nach Deutschland sind möglich, aber der Fokus liegt auf nachhaltiger Adoption vor Ort.
- ✕Keine Konkurrenz zu bestehenden Tierschützern. Wo Organisationen wie der Deutsche Tierschutzbund oder Carmen Arsenes FNPA bereits arbeiten, wird kooperiert, nicht überlagert.
- ✕Finanzierung ohne Leid-Marketing. Das Projekt trägt sich primär über Eigenmittel und Unternehmenspartnerschaften. Privatspenden sind willkommen – aber wir setzen auf Transparenz statt auf das tausendste herzzerreißende Video.
„Ich habe Respekt vor jedem, der seit Jahren auf dieser Schiene arbeitet. Aber ich glaube, mein Job ist ein anderer: skalieren statt mitschwimmen.“
Eine offene Einladung – und eine offene Drohung
In den nächsten Monaten will Vella drei Dinge öffentlich machen: die erste unterschriebene Übernahme. Den vollständigen Standortplan. Die Namen aller Bürgermeister, die das Angebot abgelehnt haben.
„Wer kooperiert, wird Teil einer historischen Veränderung. Wer blockiert, wird sich später erklären müssen, warum eine deutsche Initiative ihm 400 Euro pro Hund gezahlt hätte – und er trotzdem auf den 200 Euro pro Tötung bestanden hat.“
Es ist diese Mischung aus Geschäftssinn, Provokation und unternehmerischem Selbstbewusstsein, die das Projekt unterscheidet von dem, was bisher in Rumänien versucht wurde.
Ob es funktioniert? Vella wirkt entspannt: „Ich habe schon zwei Mal eine Branche dazu gebracht, etwas zu tun, was sie vorher für unmöglich gehalten hat. Das dritte Mal mache ich es für die Hunde.“
Das Video, in dem Antonio Vella auf die Misshandlung in einer der Tötungsstationen reagiert, geht aktuell viral auf Instagram.
Video auf Instagram ansehenÜber das Projekt
Das Rescue & Rehoming Centre-Programm ist eine Privatinitiative von Antonio Vella, Gründer und CEO der Vetprotect24-Gruppe in Köln (Dogprotect24, Catprotect24). Geplant ist die Übernahme und Umwandlung von bis zu 50 rumänischen Tötungsstationen innerhalb der nächsten zehn Jahre, in Kooperation mit etablierten rumänischen Tierschutzorganisationen und Veterinärbehörden. Das Konzept basiert auf dem wissenschaftlich validierten Trap-Neuter-Vaccinate-Return-Prinzip (TNVR).
Pressekontakt
Antonio Vella
Höninger Weg 153a, 50969 Köln
Tel.: 0221 67811910
E-Mail: [email protected]
Web: www.vetprotect24.de
Instagram: @antoniovella
