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Katze uriniert mehr als sonst: Ursachen & Behandlung

5 Min. LesezeitAktualisiert: 05. Mai 2025

Kurz & knapp

Wenn eine Katze mehr uriniert als sonst (Polyurie), steckt oft eine ernsthafte Erkrankung wie eine chronische Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenüberfunktion dahinter. Auch Harnwegsinfektionen können zu vermehrtem Wasserlassen führen. Ein sofortiger Tierarztbesuch zur genauen Diagnostik mittels Blut- und Urinuntersuchung ist dringend zu empfehlen.

Vermehrtes Urinieren bei Katzen, medizinisch Polyurie genannt, ist ein Leitsymptom für verschiedene Stoffwechsel- und Organerkrankungen, das eine umgehende tierärztliche Abklärung erfordert.

Wenn Ihre Katze plötzlich mehr uriniert als sonst, kann dies ein ernstzunehmendes Warnsignal für gesundheitliche Probleme sein. Von Nierenerkrankungen bis hin zu Diabetes gibt es viele mögliche Ursachen, die tierärztlich abgeklärt werden sollten. Mit einer passenden Absicherung durch Vetprotect24 und die Barmenia Tierkrankenversicherung sind Sie im Ernstfall finanziell auf der sicheren Seite.

Häufige Ursachen: Warum uriniert die Katze mehr?

Wenn Ihre Katze plötzlich deutlich mehr uriniert als sonst, sprechen Tierärzte von einer sogenannten Polyurie. Dieses Symptom tritt selten isoliert auf und wird meist von einem gesteigerten Durstgefühl (Polydipsie) begleitet. Zu den häufigsten Auslösern zählen chronische Nierenerkrankungen (CNI), die besonders bei älteren Katzen weit verbreitet sind. Dabei verlieren die Nieren ihre Fähigkeit, den Urin ausreichend zu konzentrieren, wodurch große Mengen an Wasser ausgeschieden werden. Eine weitere typische Ursache ist Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Hierbei führt ein erhöhter Blutzuckerspiegel dazu, dass Zucker über den Urin ausgeschieden wird und dabei osmotisch Wasser mit sich zieht. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kurbelt den Stoffwechsel extrem an und kann zu vermehrtem Wasserlassen führen. Seltener, aber ebenso behandlungsbedürftig, sind Harnwegsinfektionen oder Blasenentzündungen, bei denen die Katze oft kleine Mengen Urin absetzt, dafür aber sehr häufig das Katzenklo aufsucht. Da die Diagnostik all dieser Erkrankungen aufwendig sein kann, ist eine verlässliche Katzenkrankenversicherung von unschätzbarem Wert, um die bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Erfahre mehr über die Katzenkrankenversicherung von Vetprotect24.

Auf welche Begleitsymptome sollten Sie achten?

Ein verändertes Urinierverhalten ist oft nur die Spitze des Eisbergs. Um dem Tierarzt wichtige Hinweise für die Diagnose zu liefern, sollten Sie Ihre Katze genau beobachten. Achten Sie besonders darauf, ob Ihre Katze auch deutlich mehr trinkt als gewöhnlich. Ein gesteigerter Appetit bei gleichzeitigem Gewichtsverlust ist ein klassisches Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes. Wirkt Ihre Katze hingegen lethargisch, frisst schlecht und erbricht gelegentlich, könnte dies auf ein fortgeschrittenes Nierenproblem hindeuten. Auch das Verhalten auf der Katzentoilette ist aufschlussreich: Miaut die Katze beim Wasserlassen, presst sie stark oder finden sich Blutspuren im Urin? Dies sind typische Warnsignale für schmerzhafte Harnwegsinfektionen oder Blasensteine. Wenn die Katze plötzlich unsauber wird und außerhalb der Toilette uriniert, kann dies sowohl medizinische als auch psychologische Ursachen wie Stress haben. Die Experten von Vetprotect24 raten dazu, bei solchen Auffälligkeiten nicht zu zögern und zeitnah einen Tierarzt aufzusuchen. Die Barmenia übernimmt in solchen Fällen die Kosten für wichtige Voruntersuchungen. Tipp: Mit der Vetprotect24 Versichertenkarte rechnet dein Tierarzt direkt mit der Versicherung ab – ohne Vorleistung.

Diagnose: So geht der Tierarzt vor

Um die genaue Ursache für das vermehrte Urinieren herauszufinden, wird der Tierarzt eine umfassende Diagnostik durchführen. Am Anfang steht immer eine ausführliche Anamnese, bei der Ihre Beobachtungen zum Trink- und Fressverhalten sowie zur Gewichtsabnahme entscheidend sind. Anschließend folgt eine gründliche klinische Untersuchung. Der wichtigste Schritt ist jedoch die Laboranalyse. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über die Nierenwerte, den Blutzuckerspiegel und die Schilddrüsenhormone. Ebenso unverzichtbar ist eine Urinuntersuchung. Hierbei wird der Urin auf seine Konzentration (spezifisches Gewicht), das Vorhandensein von Zucker, Proteinen, Bakterien oder Kristallen geprüft. In vielen Fällen wird der Urin direkt durch eine sterile Blasenpunktion entnommen, um Verunreinigungen zu vermeiden. Bei Verdacht auf strukturelle Veränderungen der Nieren oder Blasensteine kommt zudem eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums zum Einsatz. Diese modernen Diagnoseverfahren können schnell teuer werden. Mit einer leistungsstarken Katzenkrankenversicherung der Barmenia Tierkrankenversicherung, die Sie über Vetprotect24 abschließen können, sind Sie vor hohen Tierarztkosten geschützt. Lies auch unseren Ratgeber: Maine Coon: Charakter, Haltung & Pflege der sanften Riesen.

Behandlungsmöglichkeiten und Therapieansätze

Die Behandlung richtet sich stets nach der zugrunde liegenden Diagnose. Bei einer chronischen Niereninsuffizienz ist die Erkrankung zwar nicht heilbar, aber durch eine spezielle Nierendiät, blutdrucksenkende Medikamente und Phosphatbinder lässt sich das Fortschreiten oft deutlich verlangsamen und die Lebensqualität der Katze erhalten. Leidet die Katze an Diabetes mellitus, muss sie in der Regel lebenslang mit Insulin behandelt werden. Dies erfordert eine tägliche Injektion durch den Besitzer sowie regelmäßige Blutzuckerkontrollen. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann medikamentös, durch eine spezielle Jod-reduzierte Diät oder in einigen Fällen durch eine Radiojodtherapie beziehungsweise Operation behandelt werden. Liegt eine bakterielle Harnwegsinfektion vor, wird diese gezielt mit Antibiotika therapiert, oft ergänzt durch schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente. Unabhängig von der Diagnose ist es wichtig, dass die Katze immer Zugang zu frischem Wasser hat, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie sind entscheidend für den Behandlungserfolg. Vertrauen Sie auf die Expertise Ihres Tierarztes und die finanzielle Sicherheit durch Vetprotect24. Lies auch unseren Ratgeber: Kastration bei weiblichen Katzen: Ablauf, Vorteile & Nachsorge.

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